Warum ist die Banane krumm?

Es gibt so einige Mythen, Legenden und Sprüche um die Frage: Warum ist die Banane krumm? Weil keiner in den Urwald zog und die Banane grade bog. Zugegeben, das reimt sich schön, dennoch ist diese Antwort sowenig originell wie richtig. Aber ehrlich einmal - die Vorstellung, Heerscharen von besessenen EU-Kommissaren würden mit Maßband und Lupe auf einer Bananenplantage umher stiefeln und versuchen, die Früchte in einen ihnen genehme Form zu zwängen, ist doch recht amüsant.

Immerhin hatten sie bei den grünen Gurken ja schon einmal Glück hinsichtlich der Formfrage. Aber während sich die arme Gurke eine Zeit lang nicht entfalten durfte wie ihr die Blüte gewachsen war, hat eine Banane, die etwas auf sich hält, sich nie begradigen lassen. Ganz abgesehen einmal von den Kosten, die so eine Aktion verursachen würde. Und wer will schon für eine gelbe Frucht soviel bezahlen wie für einen Liter Benzin?

Neuer Versuch: Warum ist die Banane krumm?

Weil sie einen großen Bogen um die DDR machte. Okay, der Witz war vielleicht vor 30 Jahren gut und dieser oder jener mag sich schief gelacht haben. Vielleicht sind es dann doch die Affen, die sich langweilen und ihre angestaute Kreativität ausgerechnet an den Bananen ausleben? Genaues weiß man natürlich nicht, allerdings sind auch keinerlei zoologische Studien in dieser Richtung bekannt geworden.

Bleibt das Argument, dass keiner eine gerade Banane kaufen würde. Aber das wurde mit dem Experiment "begradigte Gurke" bereits hinlänglich widerlegt. Verbraucher sind manipulierbar. Wenn man ihnen nicht einreden kann, dass gerade Bananen gesünder sind, dann werden sie doch spätestens beim Preis schwach.

Banane

Wenn die Banane gerade wär', dann wär's keine Banane mehr

Die ganze Wahrheit über die krumme Banane
Der obige Reim hinkt zwar an allen Silben und Wörtern, dafür trifft er im Grunde aber des Pudels Kern bzw. hat sozusagen den Bogen raus. Die Erklärung, warum die gelbe Frucht so und nicht anders aussieht, liegt tatsächlich in ihr selbst verborgen. Besser gesagt, in der Tatsache, wie sie wächst.

Die eigentliche Bananenpflanze, das sogenannte Rhizom, wächst unterhalb der Erde und treibt Ausläufer. Diese Stämme können bei einer Bananenpflanze bis zu drei Meter hoch werden. Die eigentlichen Früchte wachsen in Stauden rings um diese Stämme und sitzen zunächst unter einer dichten schützenden Hülle aus Blättern.

Weil es dunkel ist, wachsen sie erst einmal in Richtung Boden. Nach einer gewissen Zeit aber fallen diese Blätter ab und die Banane kann endlich tun, was alle Pflanzen machen – sich nach der Sonne strecken. Das muss sie auch, denn sonst wird das nichts mit dem weiteren Wachstum.

Und weil sie erst in die eine und dann in die andere Richtung wächst, gerät die Banane etwas krumm. Übrigens: Die Botaniker sagen, die Bananen sind Beeren. Dabei sind Beeren doch eigentlich rund. Seltsames Völkchen diese Botaniker.

Wieso ist die Banane krumm? Einen haben wir noch

Das einzig logische Argument
Böse Zungen behaupten, die Bananen wären krumm, nur damit alle Kinder ihren Eltern diese Frage stellen und ihnen damit so richtig den Nerv töten können. Das hat was, oder?