Wie isst man einen Granatapfel?

Der Granatapfel, der mittlerweile in Deutschland in jedem größeren Supermarkt erhältlich ist, oder beim Türken um die Ecke kommt ursprünglich aus West- beziehungsweise Mittelasien. Er hat sich weiter verbreitet bis in den Nahen Osten. Seltener wird er im Mittelmeerraum angetroffen.

Bereits in der Antike hatte der Granatapfel seine Bedeutung und wurde der Göttin Aphrodite von Paris zum Zeichen ihrer Schönheit übergeben. In der christlichen Religion wird der Granatapfel ebenso erwähnt, wie im Koran. Der Apfel gilt als ein Symbol der Fruchtbarkeit. Doch wie isst man ihn, ist er gesund und wieviel Kalorien hat der Granatapfel?

Ist der Granatapfel gesund?

Dem Granatapfel werden viele Wirkungen zugeschrieben. In einer Studie mit 45 Probanden wurde festgestellt, dass der Saft des Granatapfels die Herzmuskeldurchblutung erhöht und somit bei koronaren Herzerkrankungen positive Wirkung erzielen kann.

An Studien mit Tieren, die nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragbar sind, wurde herausgefunden, dass der Granatapfel das Tumorwachstum bei Prostatakrebs und bei Brustkrebs reduziert. Bei Leukämie wurden mithilfe von fermentiertem Granatapfelsaft Krebszellen entweder in gesunde Zellen zurückgebildet, oder sie wurden abgetötet.

Angeblich soll die Frucht auch potenzsteigernd wirken und gegen Arthritis, Alzheimer und Demenz eingesetzt werden können. Doch wie erwähnt, diese Studien beschränken sich auf Tiere; für Menschen bleiben diese Effekte auf die Gesundheit fraglich.

Dennoch ist der Granatapfel gesund, denn er hat einen hohen Gehalt an bioaktiven Stoffen, ist reich an Kalium und enthält Vitamin C, Eisen und Calcium.

Granatapfel

Wieviel Kalorien hat ein Granatapfel?

Der Granatapfel ist sehr kalorienarm. 100 Gramm der Südfrucht haben 74 Kalorien und 0,6 Gramm Fett. Außerdem beinhalten sie 0,7 Gramm Eiweiß, 2,2 Gramm Ballaststoffe und 3 Milligramm Magnesium. Weitere Mineralien, die im Granatapfel enthalten sind, sind Kalium und Kupfer. An Vitaminen bietet er Vitamin C, K, B6 und Pantothensäure.

Wie isst man einen Granatapfel richtig?

Es gibt unterschiedliche Varianten den Granatapfel zu essen. Daher gibt es auf die Frage, wie man einen Granatapfel isst, mehrere Antworten. Manche ziehen es vor nur den Saft zu verwenden und manche essen die gesunden Kerne mit.

Wer nur den Saft mag, der schneidet den Granatapfel in der Mitte auf und presst ihn wie eine Orange oder eine Zitrone auf der Presse aus. In den Herkunftsländern des Granatapfels wird der Saft mit der Hand oft direkt in den Mund gepresst. Wer das nicht beherrscht, sollte vorsichtig sein, denn alles, was an Saft daneben läuft, gibt Flecken!

Wenn man die Kerne mitessen möchten, gibt es wieder zwei Alternativen den Granatapfel zu verspeisen. Entweder wird er über einer Schüssel in der Mitte durchgeschnitten, dann wird die Schnittseite nach unten in die Schüssel gehalten und es wird mit einem Holzlöffel auf die Schale der Frucht geklopft. Die Kerne fallen nach unten in die Schüssel und können mit einem Löffel gegessen werden.

Eine zweite Möglichkeit den Apfel zu verzehren, die sich aber eher für geübte Granatapfel-Esser eignet, besteht darin:

  • mit einem scharfen Messer dicht um den Stielansatz zu schneiden. Der kleine Stängel wird entfernt.
  • An der Stelle, wo sich der Stiel befand, werden kleine Ritze mit dem Messer gemacht, die aber nur so tief gehen, dass sie zwar die bittere weiße Haut durchschneiden, aber die Kerne nicht verletzen.
  • Die Frucht wird anschließend mit der Öffnung, an der der Stängel saß über eine Schüssel gehalten.
  • Ganz vorsichtig wird der Granatapfel mit etwas Druck in zwei Teile gebrochen und die Kerne fallen in die Schüssel. Wer das gut kann, macht dabei weder Hände noch Tisch schmutzig, denn es spritzt kein Saft heraus.